Unsere Webseite verwendet Cookies (kleine Textdateien, die sie auf Ihrem Rechner ablegt); dadurch bleibt die Seite für Sie möglichst leicht zugänglich und komfortabel. Näheres finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Sie können in den Einstellungen Ihres Browsers bestimmen, ob er Cookies akzeptiert oder nicht. Wenn Sie auf unserer Seite weitersurfen, stimmen Sie der Cookie-Nutzung zu.

Karikaturen zu Mensch, Maschinen und Moneten

"Arbeit ist das halbe Leben?"

"Arbeit ist das halbe Leben" heißt ein Sprichwort. Tatsächlich verbringen wir auch einen Großteil unserer Lebenszeit mir Erwerbsarbeit und um sie herum arrangieren wir unser privates Leben, und der Wohnort sollte möglichst in der Nähe des Arbeitsortes liegen, genauso wie die Schule der Kinder.

Bei der Ausstellungseröffnung in der Kreisverwaltung wies der Beigeordnet Hans-Jürgen Sehn darauf hin, dass sich die Bedeutung der Arbeit im Laufe der Geschichte gewandelt hat. Besonders die Trennung von Arbeitsplatz und Wohnort setzt zur Zeit der Industrialisierung eine markante Zäsur. Auch die zwei Gesichter der Arbeit kamen zur Sprache: sie ist Pflicht und gleichzeitig Kür. Der Großteil der Menschen bestreitet mit Arbeit und dem dafür gezahlten Geld seinen Lebensunterhalt und unser Sozialsystem beruht in großen Teilen auf dieser Erwerbsarbeit. Arbeit kann sehr belastend und ausbeuterisch oder prekär sein, sodass wir am Ende sogar davon krank werden. Eine der schwierigsten Situationen im Leben eines Menschen ist es, wenn er arbeitslos wird. Andererseits verschafft Arbeit soziale Anerkennung und Kontakte. Arbeit kann unserem Leben Sinn geben, sie ist ein schöpferischer Akt, in dem wir die Welt verändern, uns mit der Umwelt auseinandersetzen und wir uns dann in der Arbeit wiederfinden. Hier setzt dann auch der Begriff der entfremdeten Arbeit bei Karl Marx an.

In der Ausstellung werden die Spannungsfelder von Arbeit und Leben mit Humor bearbeitet. Dabei legen die Karikaturisten den Finger in die Wunden bestehender Missverhältnisse. „Humor hilft dabei, mit Abstand auf die Dinge zu sehen und öffnet für die Auseinandersetzung.“, so Paul Q. Heck, Leiter der KEB Fachstelle Mittelmosel.  Die Karikaturen spitzen zu und laden zum Nachdenken ein. An konkreten Themen wie Niedriglohn, psychische Belastungen, Mobbing, Rund-um-die-Uhr-Beanspruchung etc. scheint immer wieder durch: In der Arbeitswelt hat der Mensch das Maß aller Dinge zu sein.

Die Wanderausstellung, die in Kooperation der Kath. Arbeitnehmerpastoral im Erzbistum Bamberg, dem Kath. Diözesan-Erwachsenenbildungswerk Bamberg und dem Erzbistum Bamberg entstanden ist, wird noch bis zum 21. Juni in der Kreisverwaltung Cochem zu sehen sein. Die ersten 30 Bilder werden bis zum 12. Juni gezeigt. Von da an sind die restlichen Karikaturen der 60 Bilder umfassenden Ausstellung während der Öffnungszeiten in der Kreisverwaltung Cochem-Zell zu sehen.

Frau Veronika Ziegelmayer, Leiterin des KEB – Themenschwerpunktes: Arbeit; wies auf zwei , die Ausstellung begleitenden Vorträge hin: am 11. Juni um 19.00 Uhr spricht Prof. Dr. Dr. Holger Zaborowski (Vallendar) zum Thema "Die Menschlichkeit der Muße" und am 19. Juni 2019 um 19.00 Uhr Susanne Herz (Trier) zum Thema "Sinn statt Work-Life-Balance! Impulse & Philosophische Häppchen zur beruflichen Neuorientierung". Die beiden Veranstaltungen finden ebenfalls in der Kreisverwaltung Cochem-Zell statt.