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Auftaktveranstaltung der neuen Reihe Handwerke gestern - heute - morgen

Wie kommt der Baum in den Kuchen?

Inspiriert vom Handwerkerbrunnen der Stadt Trier entstand die Idee zu einer Reihe Handwerke gestern - heute - morgen, Auftakt war im Café Razen.

Richard Sennett, ein amerikanischer Soziologe, beschreibt Handwerker als all jene, die den Wunsch verspüren, etwas Konkretes um seiner selbst willen gut zu machen. Ein Handwerker ist demnach auch weit mehr als ein Handarbeiter, der mit den Händen Fertigkeiten ausübt.  Der Handwerker steht für die besondere menschliche Möglichkeitengagierten Tuns. Dafür steht Frau Ambrosius, die neue Inhaberin des Café Razen und Konditormeisterin mit Leib und Seele. Sie sprach von den aktuellen Herausforderungen des Konditorhandwerks, insbesondere der Schwierigkeit, Nachwuchs zu finden und dem Vorurteil, Konditoren verwenden Convenience-Produkte zum verfeinern ihrer Produkte.

Frau Ambrosius führte die Teilnehmer zusammen mit ihrem Konditormeister in die Geheimnisse des Baumkuchens ein. Der Name rührt daher, dass er "am Baum", einer rotierenden Walze gebacken wird. Die Teilnehmer hatten die Möglichkeit, selbst Hand anzulegen: vom Eintunken der Walze in die Teigwanne bis zum Kämmen des Teigs, wozu ein entsprechendes Fingerspitzengefühl nötig ist. Am Ende der Veranstaltung konnte jeder Teilnehmer seinen selbst gebackenen Baumkuchenring bei musikalischer Untermalung genüsslich verzehren. Ergänzt wurde der Abend durch Ausführungen von Dr. M. Thomas, von der Kulturabteilung im Bistum Trier. Er zeigte Bilder zur Kaffeehauskultur und schmückte sie durch literarische Kostproben aus wie der von dem Schriftsteller und Feuilletonist Alfred Polgar, der erklärte "Ins Kaffeehaus gehen Leute, die allein sein wollen, aber dazu Gesellschaft brauchen". Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe sind geplant.