Corporate Social Responsibility als Leitbild für erfolgreiches Unternehmertum

Zu den Teilnehmenden zählten neben Herrn Leibe, dem Oberbürgermeister der Stadt Trier, unter anderem weitere Führungskräfte von Unternehmen aus dem Trierer Raum - ein Zeichen für den aktuellen Stellenwert der Thematik. Prof. Dr. Jörn Block leitet seit 2012 die Professur für Unternehmensführung und ist Sprecher der Forschungsstelle Mittelstand an der Universität Trier. Neben seiner Arbeit als Hochschullehrer berät Prof. Block regelmäßig Unternehmen und öffentliche Institutionen zu Fragestellungen aus seinen Themengebieten und ist dadurch mit deren Lage vertraut.

Corporate Social Reponsibility (CSR) ist ein dynamischer Begriff, der in der Wissenschaft und in der Praxis unterschiedlich erklärt wird. Es handelt sich um eine Leitidee, die jeweils unternehmensspezifisch interpretiert werden muss. Prof. Block erläuterte den Schlüsselbegriff der Tripple Bottom Line - wie können Unternehmen nicht nur zum ökonomischen, sondern auch zum ökologischen und sozialen Fortschritt beitragen? Er stellte die verschiedenen Instrumente (Sponsoring, spezielles Marketing, Spenden, betriebliche Freiwilligenprogramme oder die Gründung von Stiftungen) für CSR vor und in welchem Maß sie von Unternehmen eingesetzt werden. Bei KMUs steht das Engagement für die Mitarbeiter im Fokus im Vergleich zu CRS-Aktivitäten im sozialen, gesellschaftlichen und Umweltbereich oder einem Engagement in Umwelt und Kultur. Die wesentlichen Ziele der Unternehmen sind die Kommunikation ihrer sozialen Verantwortung, die Integration in das gesellschaftliche Umfeld und die Imageverbesserung des Unternehmens. Über die Wirkung von CSR-Aktivitäten lassen sich allerdings keine klaren Aussagen machen, da die Daten zur empirischen Forschung fehlen eine umgekehrte Kausalität möglich ist.

Prof. Block beendete seinen Vortrag mit einigen kontroversen Fragen: handelt es sich bei CSR um ausgefeilte Strategien der Steuervermeidung oder um bloßes Greenwashing bzw. wer bezahlt denn für CSR-Aktivitäten - Unternehmen, Aktionäre, Kunde, Staat, oder Mitarbeiter? Diese Fragen boten den Einstieg in eine angeregte Diskussion mit den fast 20 Teilnehmenden, die auch beim anschließenden Mittagessen weiter geführt wurde.

Weitere Informationen zur „Lunch Lecture“ gibt es per E-Mail an themenschwerpunkt-arbeit@bistum-tier.de und auf www.keb-arbeit.de